DSGVO: WordPress 4.9.6 zieht mit

Kleine Verschnaufpause – der Endspurt im Marathon zur DSGVO!

Ab dem 25. Mai 2018 müssen eine ganze Reihe Bedingungen erfüllt sein.
So haben Besucher Ihrer Webseite zukünftig das Recht, die genaue Verwendung ihrer privaten Daten in Erfahrung zu bringen. Auch das Sammeln und Verwerten privater Daten unterliegt starken Einschränkungen: So hält die DSGVO an dem Ansatz fest, dass nur so viele Daten wie nötig, aber so wenig Daten wie möglich eingeholt werden dürfen. In der Regel ist es außerdem ab sofort notwendig, vor der Verarbeitung privater Daten durch Dritte die Erlaubnis der Betroffenen einzuholen. Generell setzt die DSGO in Zukunft voraus, dass Umfang und Verwendungszweck persönlicher Daten möglichst transparent offengelegt wird. CMS-Publisher WordPress hat jetzt mit einem entsprechenden Update vorgesorgt.

Was ist neu an Version 4.9.6?

Laut Release Notes wurden in der am 18. Mai veröffentlichten Version 51 Bugs behoben. Ein neues Feature ist auch hinzugekommen: Kommentare von Administratoren können mit der aktuellen Version über das Dashboard einfacher gefiltert werden. Erwartungsgemäß befasst sich der Großteil des Updates allerdings mit der bevorstehenden DSGVO – und einige dieser Änderungen haben es in sich.

So werden in 4.9.6 unter anderem Tools bereitgestellt, mit denen Sie Kommentatoren anonymisieren können. Hinzu kommt außerdem eine neue Seite mit diversen Einstellungen, mit denen Sie Ihre Datenschutz-Richtlinie aufsetzen können. Eine Unterseite für Privatssphäre/Datenschutz wird mit der neuen WordPress-Version ab sofort automatisch generiert, sobald Sie eine neue Webseite aufsetzen. Kommentatoren wird neuerdings ein Cookie-Hinweis angezeigt. Weil Kommentatoren und Besucher Ihrer Webseite mit der DSGVO die Löschung ihrer Daten beantragen können, führt WordPress mit diesem Update außerdem eine Bestätigungsmeldung für Ihre Besucher ein, dass Sie die Löschanfrage erhalten haben. Die Anonymisierung persönlicher Daten wird mit der neuen Version standardisiert. Export-Optionen für persönliche Daten dürfen in Version 4.9.6 natürlich nicht fehlen.  Mit insgesamt 69 kleineren und größeren Änderungen ist das Update ein entscheidender erster Schritt, um die mit dem beliebtesten CMS weltweit betriebenen Webseiten DSGVO-konform zu gestalten.

Fazit

WordPress-Updates sind generell wichtig und allein schon aus Sicherheitsüberlegungen heraus sehr sinnvoll. Das Update auf Version 4.9.6 allerdings sollten Sie auf keinen Fall länger als notwendig hinauszögern, denn mit der DSGVO werden weitreichende Richtlinien umgesetzt, die im Zweifelsfall bei Verstoß sehr viel Geld kosten können. Außerdem: Ab dem 25. Mai sollten Ihre Kontaktformulare und Datenschutz-Seiten rechtlich wasserfest sein. Fest steht, dass die Umsetzung der europäischen Richtlinie Webseitenbetreiber noch einige Zeit auf Trab halten werden.

Benötigen Sie Hilfe bei der Aktualisierung Ihrer WordPress-Seite? Sprechen Sie uns darauf an! Wie immer freuen wir uns natürlich auch über jeden Kommentar.

Haftungsausschluss:

Dieser Inhalt ist nicht als Rechtsberatung auszulegen.

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