Fachkräftemangel: Suche übers www

Der Fachkräftemangel hält die deutsche Wirtschaft fest im Griff. Davon sind vor allem handwerkliche Betriebe kleiner und mittlerer Größe betroffen. Fachkräftemangel hat weitreichende Folgen: Unternehmen laufen ihren Deadlines hinterher, die Arbeitsmoral nimmt ab während die Belastung am Arbeitsplatz steigt. Schlimmstenfalls verheddern sich Unternehmen so in einem Kreislauf sinkender Produktivität und werden für Bewerber zunehmend unattraktiv. Während links und rechts händeringend nach neuen Arbeitskräften gesucht wird, hat sich der Kampf um die Talente auf dem Arbeitsmarkt längst ins Internet verlagert. Mitarbeitergewinnung 2.0 – schlau ist, wer in diesem Trend die Nase vorn hat.

Worum geht es bei der Mitarbeitergewinnung im Netz?

In den letzten Jahren haben sich die Spielregeln für das Umwerben potenzieller Fachkräfte enorm verändert. Die netzaffine Generation neuer Mitarbeiter sieht in einem Beruf mehr als nur die Möglichkeit, Geld zu verdienen. Zum Teil hängt das mit der Wohlstandsgesellschaft zusammen, denn der Gehaltscheck spielt mittlerweile zweite Geige hinter der Work-Life-Balance und dem Gefühl, einer sinnvollen Aufgabe nachzukommen.

Ein Zauberwort in diesem Zusammenhang lautet “Employer Branding”. Hinter dem Anglizismus verbirgt sich die Idee, dass sich Arbeitgeber als Marke präsentieren. Ziel dabei ist die Entwicklung einer Vision und Kultur im Unternehmen, die Mitarbeiter packt und über ihren Job hinaus begeistert. So werden Mitarbeiter zum Sprachrohr des Unternehmens und empfehlen Ihren Betrieb gerne weiter. Zur dauerhaften Bindung Ihrer Arbeitnehmer eignen sich Übungen zur Teambildung, gemeinsame Aktivitäten und eine angemessene Work-Life-Balance.

Die Employer Brand steht. Was nun?

Die erste Anlaufstelle für offene Stellen sollte Ihre unternehmenseigene Webseite sein. Sie ist der zentrale Dreh- und Angelpunkt Ihrer Aktivitäten in den sozialen Netzwerken und zugleich Ihre digitale Visitenkarte. Am besten sollten Sie für offene Stellen eine eigene Unterseite auf Ihrer Homepage erstellen und ihr die jeweiligen Stellenangebote unterordnen. Noch geschickter wird es, wenn Sie auf den entsprechenden Seiten Formulare für Bewerbungsunterlagen einbinden. Damit ist es interessierten Besuchern möglich, ihre Lebensläufe, Anschreiben und dergleichen mehr direkt bei Ihnen hochzuladen. Einfacher geht es nun wirklich nicht.

Darüber hinaus wimmelt es im Netz vor einer Vielzahl von Jobbörsen – gut drei Viertel aller Unternehmen schalten auf diesen mittlerweile ihre Stellenanzeigen. Die Zahl solcher Plattformen wächst ständig und nicht alle sind für jede Branche gleich gut geeignet. Wir empfehlen daher, Stellenanzeigen für Ihren Bereich über diverse Suchmaschinen zu testen. Wenn bestimmte Jobbörsen häufiger auftauchen als andere, könnten sie für Sie relevant sein.

Die Stellenanzeige ist geschaltet! Fehlt noch etwas?

Im Netz 2.0 lohnt sich neben der klassischen Stellenanzeige auf Ihrer Webseite und Jobbörsen auch ein Blick auf soziale Medien. Wo Sie was schalten, hängt zum Teil auch von Ihrer Zielgruppe ab. Gerade Fachkräfte sind in freier Wildbahn häufig auf Portalen wie XING oder LinkedIn anzutreffen. Der Vorteil hierbei: Anstatt Ihre Stellenanzeige in der Hoffnung zu hinterlassen, der richtige Bewerber findet Sie schon von sich aus, können Sie Kandidaten mit Potential hier direkt kontaktieren.

An den genannten Beispiel zeigt sich, wie sehr sich der Arbeitsmarkt gerade in Zeiten des Fachkräftemangels verändert hat. Die Zeiten, in denen ein Stellenangebot sofort von Bewerbern umkämpft wurde, sind offenbar vorbei. Im Jahr 2019 umwerben Betriebe ihre potentiellen Mitarbeiter und bauen ihre Marke darauf, besonders gute Arbeitgeber zu sein. Wer hier schlau vorgeht, kann im Netz und offline punkten – anstatt von der Mitarbeitergewinnung 2.0 abgehängt zu werden.

Haben Sie Fragen zu content marketing und social media? Wir stehen Ihnen gerne zur Seite – setzen Sie sich mit uns in Verbindung!

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