Gewinnspiele auf Facebook gestalten

Dass bei einem Gewinnspiel auf Facebook so manche Stolperfalle lauern kann, haben wir bereits in einem vorangegangen Beitrag erklärt. Neben den rechtlichen Rahmenbedingungen deutscher Gesetze hat die Plattform nämlich auch ihre eigenen Nutzerrichtlinien. Wussten Sie beispielsweise, dass ein Gewinnspiel zum Liken auffordern darf, nicht aber zum Teilen? Frischen Sie gegebenenfalls Ihr Wissen nochmal auf, denn in diesem Beitrag geht es ans Eingemachte. Bloß die Spielregeln einhalten macht Ihr Gewinnspiel nämlich noch nicht gut. In diesem Post beleuchten wir deshalb genauer, wie Ihr Facebook-Gewinnspiel richtig interessant wird.

Stellen Sie zunächst fest, was Sie mit dem Gewinnspiel erreichen wollen. Aus dieser Zieldefinition leitet sich später ab, worauf Sie bei der Erfolgsmessung achten müssen. Gründe für ein Gewinnspiel gibt es viele. Sie können beispielsweise Ihre Reichweite erhöhen oder aber die angelockte Zielgruppe analysieren. Wenn die zu Ihrem Unternehmen und Produkt passt, lassen sich daraus wertvolle Lektionen für Ihr Marketing ableiten. Außerdem können Sie als Teil des Gewinnspiels mehrere Ihrer Produkte oder Dienstleistungen gegenüberstellen und Ihre Teilnehmer abstimmen lassen, was ihnen am besten gefällt oder so gar nicht anspricht. So können Sie kostengünstig Vorschläge für Produktverbesserungen einholen.

Schritt für Schritt zur SoMe-Lotterie

Gute Gewinnspiele haben eine Tendenz, sich mehr oder minder rasend zu verbreiten. Diesen Umstand können Sie zur Kundengewinnung nutzen, Ihre Reichweite auf Facebook erhöhen und damit auch Traffic auf Ihre Website lenken. Dafür allerdings muss Ihr Publikum zunächst geködert werden. Da liegt der Schluss nah, dass ein Preis unter allen ausgelost wird, die Ihren Post mit einem “Gefällt mir” belohnen. So leicht gestaltet es sich dann aber meist doch nicht. Stellen Sie sich zuerst die Frage “Was bewegt mein Publikum?”

Denn  social media marketing lebt vom Engagement, von der Interaktion mit Ihrem Publikum und Ihren Followern untereinander. Dafür stehen eine Reihe Werkzeuge zur Verfügung. Wie wäre es beispielsweise mit einem Quiz oder einer Umfrage? Ermuntern Sie Ihre Besucher, zu einem bestimmten Thema einen Kommentar zu hinterlassen. Stellen Sie eine Abstimmung auf die Beine. Vom Rätsel- bis hin zum Gedichtswettbewerb sind der Freiheit keine Grenzen gesetzt. Besonders kreativ wird es bei Fotowettbewerben, denn jetzt haben Sie Ihre Teilnehmer aktiv in eine Geschichte eingebunden, die sich selber schreibt. Während Ihre Follower ihre Bilder posten und untereinander kommentieren, verbreitet sich der Gewinnspiel-Post wie ein ständig wachsender Schneeball. Solcher “user generated content” ist das Herzstück des Internets und insbesondere sozialer Medien. Kurzum: Motivieren Sie Ihre Besucher um jeden Preis.

So machen Gewinnspiele Spaß!

Wenn das Konzept steht, geht es an die Umsetzung. Achten Sie bei der Gestaltung Ihres Posts darauf, alles webfreundlich zu halten. Anders ausgedrückt, der Text sollte nicht zu lang und kompliziert sein sondern simpel und verständlich. Die visuelle Untermalung spielt hier eine große Rolle: Schrecken Sie nicht vor Bildern und Bildunterschriften zurück. “Bunt und verspielt” hat sich auf sozialen Medien als Erfolgsrezept erwiesen – natürlich nur, solange die Gestaltung im Rahmen des corporate design vertretbar ist. Der Preis muss übrigens nicht unbedingt ein Vermögen kosten. Viel wichtiger ist, dass er mit Ihrem Unternehmen und Ihrem Produkt zu tun hat. “Wertvoll” und “teuer” sind in diesem Zusammenhang eben zwei verschiedene Paar Schuhe. Damit Sie Ihre erhöhte Reichweite aktiv nutzen können, sollten Sie das Gewinnspiel auf Ihrer Webseite bewerben und gleichzeitig über Facebook auf Ihre Webseite verweisen. Crossmediales Marketing – also solches, bei dem mehrere Kanäle bespielt werden – ist grundsätzlich machbar. Beachten Sie allerdings, dass Sie dabei womöglich unterschiedlichen Nuzterbedigungen der verschiedenen Plattformen unterliegen. Außerdem besteht das Risiko, dass Inhalte, die auf einer Plattform sehr gut laufen, auf Twitter, Instagram und Konsorten nicht die Zielgruppe erreichen.

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