Google Maps API: Neues Bezahlsystem

Google ist seit langem Vorreiter für interaktive Karten auf Webseiten. Weil der Internetriese aus dem Silicon Valley über Maps ein Quasi-Monopol hat, hängen viele Betriebe am Tropf und guten Willen von Googles Preispolitik.

Zwar sind die Karten von Google Maps schon länger kostenpflichtig, im vergangenen Jahr allerdings hat das Unternehmen bei den Preisen etwas angezogen. Zwei Dinge müssen Webmaster beachten: Erstens, wie die aktuelle Bepreisung funktioniert, und zweitens, dass ein Google API Key zwingend erforderlich ist – auch bei so kleinen Webseiten, dass Ihr Traffic nie eine Zahlung an Google nötig macht.

Wie werden die Preise für Maps berechnet?

Drei Module des Kartensystems sind nach wie vor komplett kostenlos. Diese wären:

  • Mobile Native Static Maps und Mobile Native Dynamic Maps. Beides sind Entwicklerkits für Mobilapplikationen, geeignet für Android- bzw. iOS-Smartphones.
  • Embed. Hierbei wird ein statischer Kartenausschnitt angezeigt.

Die meistbenutzten Module sind kostenpflichtig. Darunter fallen insbesondere statische und dynamische Karten. Statische Karten sind dabei wie ein fixer Bildausschnitt einer Karte ohne weitere Funktionen. In dynamischen Karten können Nutzer hingegen mehr Informationen abfragen und sich auf der Karte bewegen.

Google errechnet die Preise einfach anhand der gesamten Zugriffe auf Ihre Karte pro Monat. Das ist eine markante Änderung im Vergleich zum alten Preismodell. Denn ehemals waren Maps zwar auch schon kostenpflichtig, das Limit lag allerdings bei ganzen 25.000 ausgelieferten Karten pro Tag. Ein solches Kontingent erreichen durchschnittliche kleine bis mittelständische Unternehmen mit ihrer Webseite nicht einmal im Traum.

Mit der neuen Bepreisung hat Google die Grenze erheblich angezogen, fairerweise liegt sie aber immer noch in einem erträglichen Rahmen. Wer einen Google API Key benutzt, hat ein monatliches Guthaben von 200 US$. Das entspricht in etwa 28.000 dynamischen Karten oder 100.000 statischen. Kleinere Unternehmen dürften daher von den Gebühren in der Regel nichts merken.

Sollte Ihre Webseite allerdings Tausende von Karten pro Tag ausliefern, liegt ein Blick auf die Preisliste nahe. So erhebt Google pro 1.000 ausgelieferten statischen Karten 2 US$. 1.000 dynamische Karten schlagen mit 14 US$ zu Buche.

Wichtig: Google Maps API Key ist ein Muss!

Weil derartige Zugriffszahlen für die meisten kleinen bis mittelständischen Unternehmen in weiter Ferne liegen, mag man sich entspannt zurücklehnen und nichts tun. Wofür einen Google API Key besorgen, wenn man eh nicht zahlen muss?

Genau hier tappen jedoch einige Webmaster in die Falle, denn API Keys sind für Google Maps zwingend erforderlich. Tatsächlich häuft sich seit Einführung dieser Änderung die Anzahl von Webseiten, deren Karte nicht mehr vernünftig angezeigt wird, weil der Schlüssel fehlt.

Der API Key ist schnell erstellt. Loggen Sie sich dafür zunächst in Ihr Google-Konto ein. Mit einem Klick auf “Jetzt starten” öffnet sich ein Fenster, in dem Sie Ihr Produkt – hier Google Maps – auswählen können. Für die weitere Bearbeitung benötigt Google Ihre Kreditkarteninformationen. Wem das zu heikel ist, der muss leider zukünftig auf die Maps-Dienste verzichten.

Sobald Google alle erforderlichen Informationen hat, können Sie Ihren persönlichen API Key anfordern.

Fazit

Glücklicherweise hat Google mit seiner Preisliste bei kleineren Unternehmen nicht gleich die Axt angesetzt. Wenn Sie allerdings keinen API Key haben und auf Ihrer Webseite Maps eingebunden ist, wartet mitunter eine böse Überraschung. Das Limit von 28.000 Zugriffen pro Monat ist fair gewählt, immerhin sorgen die Karten auf Googles Servern für eine erhebliche Last.

Möchten Sie Google-Dienste auf Ihrer Webseite einbinden und wissen nicht weiter? Setzen Sie sich mit uns in Verbindung!

Haben Sie mit Maps besonders gute oder schlechte Erfahrungen gemacht? Wir freuen uns über jeden Kommentar!

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