Whois – Wem gehört Ihre Website?

Augen auf bei der Domain-Registrierung

Ein kurzer Blick auf die technische Seite: Was ist eine Domäne und wozu braucht man sie?

Domänen sind im Grundprinzip Adressen im Internet und ähneln in ihrer Funktion den Straßennamen und Hausnummern der realen Welt. Domänen können viel Geld wert sein – beispielhaft sei hier google.de genannt – sind für Unternehmen aber vor allem ihr Aushängeschild. Ihre Identität online hängt an Ihrer Domain, die über jahrelange Pflege und gutes Networking zu einem Bindeglied Ihrer Online-Präsenz ausgebaut wird.

Webdesign und Registrierung Ihrer Adresse im Netz, alles in einem Paket: Viele Webdesigner bieten solche Dienstleistungen kombiniert an, damit sich der Kunde um nichts mehr kümmern muss. Einfacher geht es nicht – bis dann die Rechnung in’s Haus flattert: Die Registrierung Ihrer Domäne ist abgelaufen – und die Neuregistrierung will sich der Eigentümer der Domäne gut bezahlen lassen.

Moment mal, sind Sie nicht der Eigentümer Ihrer Domain?

Ein fragwürdiges Geschäftsmodell

Was ist passiert? In letzter Zeit häufen sich Fälle, bei denen Kunden eine Website aufsetzen lassen und dabei ein Detail übersehen: Den Namen des Domain-Inhabers. Ehrliche Dienstleister tragen an dieser Stelle – logisch – den Namen des Kunden ein, damit Sie über Ihre Website nach erfolgtem Design die volle Kontrolle haben. Findige Geschäftsleute haben diesen blinden Fleck vieler Kunden als Möglichkeit entdeckt, das schnelle Geld zu machen. Und so funktioniert es: Der Webdesigner trägt sich – vom Kunden unbemerkt – selbst als Domain-Inhaber ein und besitzt damit Ihre Adresse im Netz. Anschließend passiert eine ganze Weile nichts, bis die Domain ein paar Jahre später neu registriert werden muss. Plötzlich dürfen Sie sich damit herumschlagen, dass der Domain-Inhaber für die weitere Benutzung „seiner“ Adresse eine ordentliche Gebühr verlangt, andernfalls geht Ihre Website vom Netz.

In einem konkreten Beispiel droht unserem Kunden Gerd Rohkemper der Verlust seiner bisherigen Domain, weil sie ihm selbst nicht gehört. Ein Blick auf die Adresse vor dem bevorstehenden Launch zeigt:

Inhaber ist nicht Steuerberater Rohkemper, sondern eine Marketing-Agentur. Glücklicher Ausgang für den Kunden: In dem vorliegenden Fall konnten wir neue URLs sichern, damit die Agentur den Kunden nicht finanziell unter Druck setzen kann. Bis der Vertrag ausläuft, wird eine sogenannte 301-Weiterleitung Besucher von der alten Adresse auf die neue Website verweisen.

Wem gehört nun die Adresse?

Ob Ihre Adresse auch auf Ihren Namen eingetragen ist, lässt sich über die Website des Deutschen Network Information Center DENIC eG herausfinden. Die Genossenschaft verwaltet seit 1996 sämtliche .DE-Domänen und stellt auf Nachfrage ein Verzeichnis der Inhaber bereit. Sie gleicht damit dem internationalen Whois-System. Unter der Adresse Denic.de können Sie oben rechts unter „Domainabfrage“ sehen, wem welche Adresse gehört. Ist Ihre Website wirklich in Ihren Händen? Manchmal lohnt sich ein zweiter Blick.

Der Fairness halber…

Webdesigner und Agenturen könnten legitime Gründe dafür haben, warum sie Kontrolle über Ihre Domain brauchen. Domänenverwaltung ist ein technisch nicht ganz unkompliziertes Thema und benötigt etwas Erfahrung und Geduld. Trotzdem raten wir mit aller Deutlichkeit davon ab, Ihre Domain – und damit die Identität Ihres Unternehmens im Internet – an Dritte abzugeben. Aus diesem Grund ist Teil unserer Vertrauensbasis, dass wir nie die Adressen von Kunden in Besitz nehmen. Lassen Sie sich von Webdesignern oder Agenturen nicht überreden, die „Verwaltung“ Ihrer Adresse abzugeben, sofern es dafür keinen triftigen Grund gibt.

Haben Sie Fragen zu Domänen und ihrer Verwaltung? Lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen!

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