Datenschutz, Websecurity, Websites
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Wie Cyber­crime rich­tig begeg­nen?

Es ist ein all­täg­li­ches Pro­blem gewor­den: Unter­neh­men jed­we­der Grö­ße wer­den zur Ziel­schei­be von Cyber­kri­mi­nel­len – Daten­ver­lust und Erpres­sung inklu­si­ve.
In jüngs­ter Ver­gan­gen­heit hat zum Bei­spiel die Wan­naCry-Ran­som­wa­re inter­na­tio­nal von sich Reden gemacht. Die Schad­soft­ware war von unbe­kann­ten Hackern ver­brei­tet wor­den und ver­schlüs­sel­te sämt­li­che Datei­en ihrer Opfer, ver­bun­den mit einer Zah­lungs­auf­for­de­rung für den Ent­schlüs­se­lungs-Code. Das Pikan­te dabei: Wan­naCry mach­te sich eine Sicher­heits­lü­cke zunut­ze, die der ame­ri­ka­ni­sche Geheim­dienst NSA über Jah­re selbst aus­ge­nutzt und geheim gehal­ten hat­te. Als das Wis­sen über die­se Lücke in die fal­schen Hän­de geriet, war es für vie­le Anwen­der von Win­dows fast schon zu spät. Welt­weit rich­te­te Wan­naCry Schä­den in Mil­lio­nen­hö­he an, bevor es gestoppt wer­den konn­te. Dabei ist das, was hin und wie­der als Groß­ereig­nis durch die Nach­rich­ten geis­tert, nur die Spit­ze des Eis­bergs.

Denn bei wei­tem nicht alle Angrif­fe schaf­fen es in die gro­ßen Medi­en – Cyber­at­ta­cken aller Art sind ein zu gewöhn­li­ches Ereig­nis, als dass sie noch ein beson­de­res öffent­li­ches Inter­es­se wert sind. Als Betrei­ber einer Web­site soll­ten Sie sich des­halb stets des Risi­kos bewusst sein, sel­ber Opfer zu wer­den. Eine häu­fi­ge Fehl­ein­schät­zung ist die Annah­me, dass Hacker nur an “gro­ßen Fischen” inter­es­siert sind – Kran­ken­häu­ser, Kre­dit­in­sti­tu­te, öffent­li­che Ein­rich­tun­gen. Fakt ist aber: Klei­ne­re Unter­neh­men sind in ihrer IT-Sicher­heit häu­fig schlech­ter auf­ge­stellt und damit leich­te Zie­le. Viel Schad­soft­ware greift außer­dem wahl­los alles an, was sich angrei­fen lässt. Das trifft ins­be­son­de­re auf per E‑mail ver­brei­te­te Mal­wa­re zu.

Das sind die häu­figs­ten Angrif­fe

  • Ran­som­wa­re: “Erpres­sungs­soft­ware”. Das Pro­gramm ver­schlüs­selt eini­ge oder alle Datei­en auf dem Com­pu­ter des Opfers und zeigt eine Nach­richt mit einer Zah­lungs­auf­for­de­rung an. Die­se soll häu­fig anonym über Cryp­to-Wäh­run­gen wie Bit­co­in durch­ge­führt wer­den. Exper­ten raten von der Zah­lung ab – es gibt kei­ne Garan­tie für eine Ent­schlüs­se­lung. Schlimms­ten­falls macht sich der Angrei­fer mit Ihrem Geld aus dem Staub.
  • Mal­wa­re zur Über­nah­me von Gerä­ten: Infi­zier­te Gerä­te wer­den zu soge­nann­ten “Zom­bies”, was bedeu­tet, dass sie von Außen gesteu­ert wer­den kön­nen. Im Prin­zip kann jeder Com­pu­ter oder Ser­ver mit Inter­net­zu­gang ein sol­cher Zom­bie sein; die Besit­zer mer­ken es häu­fig nicht. Ein fern­ge­steu­er­ter Com­pu­ter kann vom Angrei­fer für alles Mög­li­che miss­braucht wer­den: Datei­en hoch­la­den oder ver­brei­ten, per­sön­li­che Daten abgrei­fen, ande­re Com­pu­ter im Netz­werk mit Mal­wa­re infi­zie­ren oder gezielt Ser­ver mit Daten über­flu­ten, um sie abzu­schal­ten. Die­se Art von Angriff wird auch “DDoS” genannt.
  • DDoS-Angrif­f/­Dis­tri­bu­ted deni­al of Ser­vice: Der Angrei­fer schickt eine Flut an Daten an Ihren Web­ser­ver, bis die­ser nicht mehr alle Daten schnell genug ver­ar­bei­ten kann, über­las­tet wird und abstürzt. Die Web­sei­te ist lahm­ge­legt. Atta­cken die­ser Art fin­den im klei­nen wie im gro­ßen Rah­men statt – klei­ne Web­sites wer­den durch sie regel­mä­ßig “abge­schos­sen”, aber im auch im grö­ße­ren Rah­men ist nie­mand wirk­lich sicher. Wäh­rend DDoS schon seit den frü­hen Tagen des Inter­nets ein The­ma ist, nimmt es neu­er­dings immer mehr an Fahrt auf. Der Grund: Immer mehr Gerä­te – vom Toas­ter bis zum Herz­schritt­ma­cher – sind heu­te mit dem Inter­net ver­bun­den und haben häu­fig schwer­wie­gen­de Sicher­heits­män­gel. Das macht es Kri­mi­nel­len ein­fach, sie in “Zom­bies” zu ver­wan­deln. So wur­de 2016 das Sicher­heits­blog “Krebs on Secu­ri­ty” mit rekord­ver­däch­ti­gen 620 Giga­bit pro Sekun­de über­las­tet und für 4 Tage vom Netz genom­men. Die Besit­zer des Bot­netz­werks hin­ter dem Angriff woll­ten offen­bar schlicht demons­trie­ren, wie groß ihre “digi­ta­le Kano­ne” ist. Exper­ten gehen davon aus, dass in dem Netz­werk über 600.000 Gerä­te ein­ge­bun­den sind. Die Ver­ant­wort­li­chen mach­ten den Quell­code für ihr Bot­netz­werk anschlie­ßend der Öffent­lich­keit zugäng­lich. Seit­dem tau­chen immer neue Netz­wer­ke die­ser Art auf, die glo­bal ver­teilt sind und beängs­ti­gen­de Dimen­sio­nen errei­chen.
  • Spy­wa­re: Pri­va­te Daten sind heut­zu­ta­ge bil­lig und trotz­dem immer noch Gold wert. Spy­wa­re kann dar­über hin­aus noch mehr als nur Ihren Namen abfra­gen. Schlimms­ten­falls fal­len Ihre Pass­wör­ter, Diens­te für Online-Ban­king wie Pay­Pal oder Kun­den­da­ten dem Pro­gramm zum Opfer.

Natür­lich stellt die­se Lis­te nur einen gro­ben Ein­blick in die Welt der Schad­soft­ware dar. Die schie­re Mas­se an Metho­den und Tak­ti­ken für Cyber­kri­mi­nel­le ist lei­der nahe­zu uner­schöpf­lich.

“Was kann ich tun?”

Maß­nah­men gibt es vie­le: Täg­li­che Back­ups Ihrer Datenbank(en) und Festplatte(n), Hard­ware- (Rou­ter) und Soft­ware-Fire­walls, Anti-Viren-Soft­ware, die immer auf dem jeweils neu­es­ten Stand ist. Ver­schlüs­seln Sie Ihre Web­site. Und natür­lich: Kei­ne Links in ver­däch­ti­gen E‑Mails kli­cken, kei­ne ver­däch­ti­gen Anhän­ge öff­nen. Das Wort “para­no­id” gibt es in der Com­pu­ter­si­cher­heit nicht.

Lei­der ist es trau­ri­ge Rea­li­tät, dass nie­mand eine 100-pro­zen­ti­ge Sicher­heit gewähr­leis­ten kann. Wenn es zum Worst Case kommt, soll­ten Sie tech­nisch dar­auf vor­be­rei­tet sein. Heut­zu­ta­ge kön­nen Sie den finan­zi­el­len Scha­den deut­lich abmil­dern. Seit Ver­si­che­rungs­ge­sell­schaf­ten Cyber­schutz als Markt für sich ent­deckt haben, ste­hen Ihnen hier eini­ge Optio­nen zur Aus­wahl. Es ist begrü­ßens­wert, dass dabei ein Fokus auf tech­ni­schem Kri­sen­ma­nage­ment und Sup­port liegt. In die­sem Bei­trag von 1stBROKER zum The­ma kön­nen Sie mehr über IT-Ver­si­che­run­gen erfah­ren – denn Vor­sor­ge ist bes­ser, als das Nach­se­hen zu haben.

Haben Sie noch Fra­gen zum The­ma? Hin­ter­las­sen Sie dazu ger­ne einen Kom­men­tar oder kon­tak­tie­ren Sie uns!

Tags: Cybercrime, Datenverlust, DDoS, DDoS-Angriff, Malware, Ransomware, Schadsoftware, Spyware, SSL, verdächtige E-Mails
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