Google baut künstliche Intelligenz immer tiefer in klassische Suchkampagnen ein.
Mit AI Max für Suchkampagnen können Werbetreibende Reichweite, Suchanfragen-Abgleich, Anzeigentexte und Landingpages stärker durch Google AI optimieren lassen. Nach Angaben von Google erzielen Werbetreibende, die AI Max aktivieren, typischerweise 14 % mehr Conversions oder Conversion-Wert bei einem ähnlichen CPA beziehungsweise ROAS.
Die Zahl klingt überzeugend, muss aber richtig eingeordnet werden: Sie basiert auf internen Google-Daten aus dem Jahr 2025 für Werbetreibende außerhalb des Retail-Bereichs. Google nennt für Kampagnen, die zuvor überwiegend Exact Match und Phrase Match einsetzen, sogar einen typischen Uplift von 27 %. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass jede einzelne Kampagne automatisch entsprechende Mehrergebnisse erzielt.
AI Max ist zudem kein eigener Kampagnentyp, sondern eine Optimierungsebene innerhalb bestehender Google-Ads-Suchkampagnen. Sie kombiniert einen erweiterten Suchanfragen-Abgleich mit Textanpassung, Erweiterung der finalen URL sowie zusätzlichen Steuerungs- und Reportingmöglichkeiten.
Die strategisch wichtigere Frage lautet deshalb nicht nur: Kann AI Max die Performance steigern? Unternehmen müssen ebenso prüfen, wie viel Kontrolle sie Google über Suchanfragen, Werbeaussagen und Landingpages übertragen wollen – und ob ihre Conversion-Daten, Website und Kampagnenstruktur überhaupt gut genug sind, damit die Automatisierung sinnvoll arbeiten kann.
Wichtigste Erkenntnisse auf einen Blick
- AI Max ist kein neuer Kampagnentyp, sondern eine KI-basierte Optimierungsebene für bestehende Suchkampagnen.
- Google nennt als typischen Effekt 14 % mehr Conversions oder Conversion-Wert bei ähnlichem CPA/ROAS; Grundlage sind interne Google-Daten aus 2025 für Nicht-Retail-Werbetreibende.
- Bei Kampagnen, die überwiegend Exact Match und Phrase Match verwenden, nennt Google einen typischen Uplift von 27 %.
- Suchanfragen-Abgleich erweitert die Reichweite über Broad Match sowie asset- und landingpagebasierte, teilweise keywordlose Technologien.
- Textanpassung kann zusätzliche Anzeigentitel und Textzeilen anhand von Domain, Landingpage, bestehenden Anzeigen, Keywords und Assets erzeugen.
- Die Erweiterung der finalen URL kann Nutzer automatisch auf eine andere, aus Googles Sicht relevantere Seite derselben Domain leiten.
- Die Erweiterung der finalen URL setzt aktivierte Textanpassung voraus.
- Wer mit angepinnten RSA-Assets arbeitet, muss aufpassen: Bei einer durch AI Max ausgewählten alternativen URL werden diese Pins nicht berücksichtigt.
- Mit URL-Ausschlüssen, URL-Einschlüssen, Markeneinstellungen und „Locations of interest“ stehen zusätzliche Kontrollmöglichkeiten zur Verfügung.
- Neue Berichte zeigen unter anderem, welche Suchanfragen, Anzeigentitel und Landingpages durch AI Max zusammengeführt wurden.
- AI Max sollte getestet und gemessen werden, statt die von Google genannten Durchschnittswerte ungeprüft auf das eigene Konto zu übertragen.
KI-Zusammenfassung des Beitrags
Google Ads AI Max für Suchkampagnen erweitert klassische Search-Kampagnen um KI-basierte Funktionen für Suchanfragen-Abgleich und Asset-Optimierung. Google AI kann zusätzliche relevante Suchanfragen erschließen, Anzeigentitel und Beschreibungen anpassen und mit der Erweiterung der finalen URL automatisch eine aus Googles Sicht passendere Landingpage auswählen. Google gibt an, dass Werbetreibende mit AI Max typischerweise 14 % mehr Conversions oder Conversion-Wert bei einem ähnlichen CPA beziehungsweise ROAS erzielen; die Angabe basiert auf internen Google-Daten aus 2025 für Nicht-Retail-Werbetreibende. Die Funktion bietet zugleich Kontrollmechanismen wie Marken- und URL-Einstellungen, geografische Interessen sowie erweiterte Berichte. Kritisch ist insbesondere, dass Automatisierung nicht automatisch bessere Geschäftsergebnisse garantiert: Die Qualität von Conversion Tracking, Website, Landingpages und Geschäftsdaten beeinflusst, welche Signale Google AI zur Optimierung erhält. Unternehmen sollten AI Max deshalb kontrolliert testen, relevante URLs und Marken absichern und die Ergebnisse anhand von Conversion-Qualität, CPA beziehungsweise ROAS und tatsächlichem Geschäftswert bewerten.
Faktenbasis dieses Beitrags
- Produkt: Google Ads AI Max für Suchkampagnen
- Einordnung: Optimierungsebene innerhalb bestehender Suchkampagnen, kein eigenständiger Kampagnentyp
- Google-Benchmark: typischerweise 14 % mehr Conversions oder Conversion-Wert bei ähnlichem CPA/ROAS
- Datenbasis des Benchmarks: interne Google-Daten 2025, Nicht-Retail-Werbetreibende
- Google-Benchmark bei überwiegend Exact/Phrase: typischerweise 27 % mehr Conversions oder Conversion-Wert
- Kernfunktionen: Suchanfragen-Abgleich, Textanpassung und Erweiterung der finalen URL
- Steuerung: unter anderem URL-Ein- und ‑Ausschlüsse, Markeneinstellungen und geografische Interessen
- Reporting: Suchbegriffe, Keywords, Assets und Landingpages können differenzierter analysiert werden
Was ist Google Ads AI Max für Suchkampagnen?
AI Max ist eine KI-basierte Optimierungsebene für Google-Ads-Suchkampagnen.
Sie soll vorhandene Search-Kampagnen erweitern, ohne dass Werbetreibende dafür auf einen komplett neuen Kampagnentyp wechseln müssen.
Google bündelt in AI Max im Wesentlichen zwei Bereiche:
- Suchanfragen-Abgleich: zusätzliche relevante Suchanfragen erschließen.
- Asset-Optimierung: Anzeigentexte und Landingpages dynamisch an die Suchintention anpassen.
Dahinter steht eine grundsätzliche Entwicklung in Google Ads: Die klassische Logik „Keyword → Anzeige → feste Landingpage“ wird zunehmend durch ein System ersetzt, das Suchintention, vorhandene Keywords, Anzeigen, Assets und Inhalte der Website gemeinsam interpretiert.
14 % mehr Conversions mit AI Max: Was sagt diese Zahl wirklich aus?
Google gibt an, dass Werbetreibende nach Aktivierung von AI Max typischerweise 14 % mehr Conversions oder Conversion-Wert bei einem ähnlichen CPA beziehungsweise ROAS erzielen.
Für Kampagnen, die überwiegend Exact-Match- und Phrase-Match-Keywords verwenden, nennt Google einen typischen Uplift von 27 %.
Diese Zahlen sind für die Einschätzung von AI Max relevant – sie sind aber keine Erfolgsgarantie für eine einzelne Kampagne.
Die zugrunde liegende 14-%-Angabe stammt laut Google aus internen Daten des Jahres 2025 und bezieht sich auf Nicht-Retail-Werbetreibende.
Warum die Benchmark kritisch eingeordnet werden muss
Ein durchschnittlicher beziehungsweise „typischer“ Uplift sagt nicht, wie groß die Streuung zwischen einzelnen Werbetreibenden ist. Aus der veröffentlichten Kennzahl allein lässt sich beispielsweise nicht ableiten:
- welcher Anteil der untersuchten Kampagnen tatsächlich besser abschnitt,
- wie groß Unterschiede zwischen Branchen waren,
- welche Ausgangskonfigurationen besonders profitierten,
- wie sich die Qualität der zusätzlichen Conversions unterschied,
- ob sich ein vergleichbarer Effekt in einem konkreten deutschen Werbekonto erzielen lässt.
Für die Praxis bedeutet das:
Die 14 % sind ein interessanter Google-Benchmark, aber kein Business Case.
Ob AI Max wirtschaftlich besser funktioniert, muss im eigenen Konto anhand belastbarer Conversion- und Wertdaten geprüft werden.
Suchanfragen-Abgleich: AI Max geht über klassische Keywords hinaus
Der Suchanfragen-Abgleich soll zusätzliche relevante Suchanfragen erschließen, die mit der bisherigen Keyword-Struktur möglicherweise nicht erreicht wurden.
Google kombiniert dafür Broad Match, assetbasierte Signale, Landingpage-Inhalte und keywordlose Technologien.
Google AI lernt dabei unter anderem aus:
- bestehenden Keywords,
- Anzeigen und Creatives,
- Landingpages und weiteren URLs,
- dem Kontext beziehungsweise der Intention einer Suchanfrage.
Damit verändert sich die Rolle des Keywords.
Es bleibt ein wichtiges Signal, ist aber nicht mehr zwangsläufig der einzige Ausgangspunkt für die Auslieferung.
Muss man dafür alle Keywords auf Broad Match umstellen?
Nein, AI Max bedeutet nicht, dass Werbetreibende zwingend sämtliche vorhandenen Keywords manuell auf Broad Match umstellen müssen.
Der Suchanfragen-Abgleich von AI Max kann bestehende Keywords mit Broad-Match- und keywordlosen Technologien erweitern.
Das ist ein wichtiger Unterschied zur verkürzten Botschaft „einfach alle Keywords weitgehend passend machen“.
Die größere Reichweite entsteht aus dem Zusammenspiel verschiedener Signale und nicht ausschließlich aus einer Änderung der Keyword-Option.
Textanpassung: Google AI schreibt zusätzliche Anzeigeninhalte
Die Textanpassung – früher als automatisch erstellte Assets bezeichnet – kann zusätzliche Anzeigentitel und Beschreibungen erzeugen.
Google verwendet dafür den Kontext der jeweiligen Anzeige.
Zu den möglichen Informationsquellen gehören:
- Domain,
- Landingpage,
- bestehende Anzeigen,
- Keywords der Anzeigengruppe,
- vorhandene Assets.
Google verwendet dabei sowohl extraktive Verfahren als auch generative KI, um zusätzliche Assets zu erzeugen, die besser zur jeweiligen Suchanfrage passen sollen.
Der Vorteil: mehr Relevanz in größerem Maßstab
Der offensichtliche Vorteil liegt in der Skalierung.
Statt für jede denkbare Suchintention manuell einen eigenen Anzeigentext zu formulieren, kann Google AI zusätzliche Varianten erzeugen und mit vorhandenen RSA-Assets kombinieren.
Das Risiko: Automatisierung betrifft die Werbeaussage
Genau hier beginnt aber auch die unternehmerische Verantwortung.
Google weist Werbetreibende selbst darauf hin, die geltenden Google-Ads-Richtlinien und anwendbaren Gesetze zu berücksichtigen und die erzeugten Inhalte im Asset-Bericht auf Richtigkeit zu kontrollieren.
Besonders aufmerksam sollten Unternehmen deshalb bei Inhalten sein, bei denen einzelne Formulierungen rechtlich oder wirtschaftlich relevant sind, beispielsweise:
- Preise und Rabatte,
- Garantien,
- medizinische oder gesundheitliche Aussagen,
- Finanzprodukte,
- rechtliche Dienstleistungen,
- Lieferzeiten,
- regionale Verfügbarkeit,
- verbindliche Produkteigenschaften.
Automatisch generiert bedeutet nicht automatisch fachlich oder rechtlich freigegeben.
Die Qualitätskontrolle bleibt Aufgabe des Werbetreibenden.
Erweiterung der finalen URL: Google wählt die Landingpage
Mit der Erweiterung der finalen URL kann Google die ursprünglich hinterlegte finale URL durch eine andere, zur Suchanfrage passendere Seite derselben Domain ersetzen.
Ziel ist es, Nutzer direkt zu den Inhalten zu führen, die voraussichtlich besser zu ihrer Suchintention passen.
Google beschränkt diese Auswahl nach eigener Dokumentation auf URLs, die zur Suchanfrage relevant sind und thematisch zur Anzeigengruppe passen.
Textanpassung ist Voraussetzung
Die Erweiterung der finalen URL kann nur verwendet werden, wenn auch die Textanpassung aktiviert ist.
Der Grund ist nachvollziehbar: Wenn Google eine andere Landingpage auswählt, muss auch der Anzeigentext zu dieser Seite passen können.
Wird die Textanpassung deaktiviert, wird deshalb auch die Erweiterung der finalen URL deaktiviert.
Achtung bei angepinnten RSA-Assets
Für Werbetreibende mit stark kontrollierten Responsive Search Ads ist ein Detail besonders wichtig: Wenn die Erweiterung der finalen URL eine andere Landingpage auswählt, werden angepinnte RSA-Assets nicht berücksichtigt.
Wer bestimmte Headlines aus regulatorischen, markenstrategischen oder anderen Gründen zwingend an einer festen Position ausspielen muss, sollte diesen Punkt vor Aktivierung genau prüfen.
URL-Ausschlüsse und URL-Einschlüsse: Kontrolle über Landingpages behalten
AI Max bedeutet nicht, dass Google uneingeschränkt jede URL einer Website verwenden muss.
Werbetreibende können die Automatisierung mit URL-Regeln begrenzen.
URL-Ausschlüsse
Mit URL-Ausschlüssen lassen sich bestimmte Seiten davon ausschließen, als Landingpage über die Erweiterung der finalen URL verwendet zu werden.
Das ist beispielsweise sinnvoll für:
- Impressum und Datenschutz,
- Karriereseiten,
- veraltete Angebote,
- Support- oder Loginbereiche,
- redaktionelle Inhalte ohne Conversion-Ziel,
- Seiten für nicht beworbene Leistungen.
URL-Einschlüsse
URL-Einschlüsse können auf Ebene der Anzeigengruppe genutzt werden, um Google gezielt auf bestimmte Seiten beziehungsweise URL-Regeln auszurichten.
Damit lässt sich die Automatisierung stärker an der eigenen Informationsarchitektur ausrichten.
Neue Steuerungsmöglichkeiten auf Anzeigengruppenebene
Google kombiniert die stärkere Automatisierung mit zusätzlichen Steuerungsmöglichkeiten. Dazu gehören insbesondere Locations of interest, Markeneinstellungen und URL-Einschlüsse.
Locations of interest: geografische Suchintention berücksichtigen
„Locations of interest“ ist eine optionale Einstellung auf Anzeigengruppenebene.
Damit können Werbetreibende Nutzer erreichen, die nach bestimmten geografischen Gebieten suchen oder Interesse daran erkennen lassen – auch bei keywordlosen Übereinstimmungen.
Kampagnenstandort und geografisches Interesse können dabei unterschiedlich sein.
Google nennt beispielsweise den Fall, dass eine Kampagne Nutzer in den USA adressiert, während eine Anzeigengruppe auf Suchinteresse an Spanien ausgerichtet wird.
Für Tourismus, Immobilien, lokale Dienstleistungen oder international ausgerichtete Angebote kann diese Trennung interessant sein.
Markeneinschlüsse und Markenausschlüsse
Über Markeneinstellungen können Unternehmen steuern, mit welchen Marken ihre Anzeigen in Verbindung gebracht werden sollen beziehungsweise welche Marken ausgeschlossen werden.
- Markeneinschlüsse: auf Kampagnen- und Anzeigengruppenebene verfügbar.
- Markenausschlüsse: auf Kampagnenebene verfügbar.
Das ist insbesondere für Brand-Kampagnen, Händler, Vergleichsportale oder Unternehmen mit klaren Wettbewerberstrategien relevant.
Mehr Automatisierung – aber auch mehr Transparenz im Reporting?
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Eine häufige Kritik an automatisierten Google-Ads-Funktionen ist der Verlust von Transparenz.
Bei AI Max versucht Google, diesem Problem mit erweiterten Berichten entgegenzuwirken.
Relevant sind insbesondere:
- Bericht zu Suchbegriffen,
- Keyword-Bericht,
- Asset-Bericht,
- Landingpage-Bericht.
Suchbegriffe und Anzeigenkombinationen
Im Bericht zu Suchbegriffen können Werbetreibende eine spezielle Ansicht für Suchbegriffe und Anzeigenkombinationen verwenden. Sie zeigt, welche Suchbegriffe die Anzeige ausgelöst haben und welche Anzeigentitel und Landingpages dabei verwendet wurden.
Zusätzlich können neue Spalten und Kennzeichnungen zeigen, ob eine Übereinstimmung beispielsweise durch Broad-Match-Erweiterung oder keywordloses Matching zustande kam.
Landingpages kontrollieren
Im Landingpage-Bericht zeigt die Spalte „Ausgewählt von“ beziehungsweise die entsprechende AI-Max-Kennzeichnung, welche Zielseiten automatisch ausgewählt wurden.
Schlecht performende oder unerwünschte Landingpages können anschließend ausgeschlossen werden.
KI-generierte Assets identifizieren
Von Google AI erzeugte Assets werden in den entsprechenden Berichten als von Google AI hinzugefügt gekennzeichnet. Damit können Werbetreibende kontrollieren, welche Texte automatisiert erzeugt wurden und wie diese performen.
Die entscheidende Voraussetzung: Gute Conversion-Daten
AI Max sollte nicht isoliert betrachtet werden.
Google empfiehlt conversionbasierte Smart-Bidding-Strategien, damit Funktionen wie Suchanfragen-Abgleich, Textanpassung und Erweiterung der finalen URL effektiv arbeiten können.
Das führt zu einem wichtigen strategischen Punkt:
KI kann nur auf Basis der Signale optimieren, die ihr zur Verfügung stehen.
Ist das Conversion Tracking schlecht konfiguriert, werden beispielsweise Mikro-Conversions mit echten Leads vermischt oder sind Conversion-Werte wirtschaftlich wenig aussagekräftig, kann eine technisch erfolgreiche Optimierung am eigentlichen Geschäftsziel vorbeigehen.
Mehr gemessene Conversions sind nicht zwangsläufig:
- mehr qualifizierte Leads,
- mehr Neukunden,
- mehr Deckungsbeitrag,
- mehr Gewinn.
Gerade deshalb wird mit zunehmender Automatisierung die Qualität des Messkonzepts wichtiger – nicht unwichtiger.
AI Max versus klassische Suchkampagne: Was verändert sich?
| Bereich | Klassisch stärker manuell | Mit AI Max |
|---|---|---|
| Suchanfragen | stärkere Orientierung an hinterlegten Keywords und Match Types | Broad Match, Assets, Landingpages und keywordlose Technologien erweitern den Abgleich |
| Anzeigentexte | Werbetreibender liefert RSA-Assets | Google AI kann zusätzliche Headlines und Beschreibungen erzeugen |
| Landingpage | finale URL wird stärker vom Werbetreibenden vorgegeben | Google kann eine relevantere URL derselben Domain auswählen |
| Geografische Intention | klassisches Standort-Targeting | zusätzlich „Locations of interest“ auf Anzeigengruppenebene |
| Markensteuerung | Keywords und Ausschlüsse | zusätzliche Marken-Ein- und ‑Ausschlüsse |
| Reporting | Keywords, Suchbegriffe, Anzeigen und Landingpages | zusätzliche AI-Max-Quellen und Kombinationen aus Suchbegriff, Headline und Landingpage |
AI Max kritisch betrachtet: Wo liegen die Risiken?
1. Mehr Reichweite ist nicht automatisch bessere Reichweite
Das Erschließen zusätzlicher Suchanfragen kann neue Conversions ermöglichen.
Es kann aber ebenso Suchanfragen erschließen, deren wirtschaftliche Qualität zunächst unbekannt ist.
Entscheidend ist deshalb nicht allein das zusätzliche Volumen, sondern dessen tatsächlicher Wert.
2. Googles Optimierungsziel muss mit dem Unternehmensziel übereinstimmen
Ein Algorithmus kann sehr effizient auf die vorgegebenen Conversion-Signale optimieren.
Wenn diese Signale jedoch das falsche Geschäftsziel repräsentieren, optimiert das System lediglich effizient in die falsche Richtung.
3. Landingpages werden Teil der Targeting-Logik
Mit AI Max ist eine Website nicht mehr nur das Ziel nach dem Klick.
Ihre Inhalte werden stärker zu einem Signal dafür, für welche Suchintentionen eine Anzeige relevant sein könnte.
Das macht eine klare Website-Struktur, eindeutige Leistungsseiten und saubere Inhalte für SEA noch wichtiger.
Unklare oder veraltete Seiten können nicht nur die Conversion-Rate beeinträchtigen, sondern auch die Automatisierung mit ungeeigneten Signalen versorgen.
4. Automatisierte Texte brauchen Kontrolle
Generative KI kann Skalierung schaffen.
Sie ersetzt aber keine fachliche, markenstrategische oder rechtliche Prüfung.
Besonders sensible Werbeaussagen sollten regelmäßig kontrolliert werden.
5. Abhängigkeit von Googles Automatisierung nimmt weiter zu
Je mehr Entscheidungen Google AI über Suchanfragen, Anzeigeninhalte, Landingpages und Gebote trifft, desto stärker verlagert sich die Rolle des SEA-Managers:
Weniger Mikromanagement einzelner Keywords – dafür mehr Verantwortung für Datenqualität, Zieldefinition, Kontrollmechanismen, Website-Struktur und wirtschaftliche Bewertung.
Zitatfähige Kernaussagen
- AI Max ist kein neuer Google-Ads-Kampagnentyp, sondern eine KI-basierte Optimierungsebene für bestehende Suchkampagnen.
- Google nennt für AI Max typischerweise 14 % mehr Conversions oder Conversion-Wert bei ähnlichem CPA/ROAS; die Angabe basiert auf internen Google-Daten aus 2025 für Nicht-Retail-Werbetreibende.
- AI Max erweitert klassische Keywords um Broad Match sowie asset‑, landingpagebasierte und keywordlose Signale.
- Die Erweiterung der finalen URL kann Nutzer automatisch auf eine andere relevante Landingpage derselben Domain leiten und setzt aktivierte Textanpassung voraus.
- Mehr KI-Automatisierung macht ein sauberes Conversion Tracking wichtiger, weil Google auf die vom Werbetreibenden definierten Erfolgssignale optimiert.
- Der wirtschaftliche Erfolg von AI Max sollte anhand eigener Tests und Geschäftsdaten bewertet werden – nicht allein anhand von Googles durchschnittlichen Benchmarks.
7‑Punkte-Praxisleitfaden: AI Max kontrolliert testen
- Conversion Tracking prüfen: Nur relevante Conversions und belastbare Conversion-Werte als Optimierungssignale verwenden.
- Website vor Aktivierung analysieren: Veraltete, irrelevante oder nicht conversionorientierte Seiten identifizieren.
- URL-Ausschlüsse definieren: Seiten sperren, auf die Google Nutzer keinesfalls automatisch weiterleiten soll.
- Textanpassungen kontrollieren: Von Google AI erzeugte Headlines und Beschreibungen regelmäßig auf Richtigkeit, Markenwirkung und rechtliche Risiken prüfen.
- Suchbegriffe beobachten: Zusätzliche AI-Max-Reichweite nicht nur nach Volumen, sondern nach Conversion-Qualität bewerten.
- AI Max experimentell testen: Wo möglich einen AI-Max-Test verwenden, statt eine erfolgreiche bestehende Kampagne ohne Vergleich vollständig umzustellen.
- Geschäftsergebnis bewerten: CPA und ROAS nicht isoliert betrachten, sondern Leadqualität, Umsatz, Marge und tatsächlichen Kundenwert einbeziehen.
Sollten Unternehmen AI Max aktivieren?
AI Max kann besonders interessant sein, wenn eine Suchkampagne bereits über sauberes Conversion Tracking, ausreichende Daten, gute Landingpages und eine klare Angebotsstruktur verfügt.
In solchen Konten kann Google AI zusätzliche Suchintentionen erschließen und Anzeigen sowie Zielseiten stärker an den jeweiligen Nutzerkontext anpassen.
Zurückhaltung ist dagegen sinnvoll, wenn:
- Conversion Tracking unzuverlässig ist,
- viele irrelevante oder veraltete URLs auf der Domain erreichbar sind,
- Anzeigentexte regulatorisch streng kontrolliert werden müssen,
- feste Landingpages zwingend vorgeschrieben sind,
- die Kampagne zu wenig Daten für eine belastbare Bewertung liefert.
Die sinnvollste Antwort ist deshalb selten ein pauschales „AI Max an“ oder „AI Max aus“.
AI Max sollte als messbare Hypothese behandelt werden.
Google stellt dafür spezielle AI-Max-Experimente bereit, bei denen Kontroll- und Testvariante innerhalb einer bestehenden Kampagne verglichen werden können.
Fazit: AI Max verschiebt Google Ads von Keyword-Steuerung zu Signal-Steuerung
AI Max zeigt, wohin sich Google Search Ads entwickeln:
weg von einer ausschließlich keywordzentrierten Kampagnensteuerung und hin zu einem System, das Suchintention, Website-Inhalte, Anzeigenassets, Landingpages, Conversion-Daten und weitere Signale gemeinsam interpretiert.
Das kann Reichweite und Performance erhöhen.
Googles eigener Benchmark von 14 % mehr Conversions oder Conversion-Wert bei ähnlichem CPA/ROAS liefert dafür einen interessanten Hinweis – aber keinen Beweis dafür, dass jede Kampagne profitieren wird.
Die entscheidende Veränderung betrifft deshalb die Rolle des Werbetreibenden.
Kontrolle verschwindet nicht vollständig, sie verlagert sich:
von einzelnen Keywords und fest definierten Anzeigenkombinationen hin zu Datenqualität, Zieldefinition, URL- und Markenregeln, Conversion-Werten, Reporting und strategischer Kontrolle der Automatisierung.
Wer AI Max nutzt, sollte Google AI deshalb weder blind vertrauen noch grundsätzlich ablehnen.
Der sinnvollere Ansatz lautet:
saubere Daten bereitstellen, Grenzen definieren, kontrolliert testen und anschließend anhand realer Geschäftsergebnisse entscheiden.
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Sprich uns gerne an.
Herzliche Grüße
Dein Team von Strategiepool
FAQ zu Google Ads AI Max für Suchkampagnen
Was ist AI Max für Suchkampagnen?
AI Max ist eine KI-basierte Optimierungsebene innerhalb bestehender Google-Ads-Suchkampagnen. Sie kombiniert unter anderem erweiterten Suchanfragen-Abgleich, Textanpassung und die Erweiterung der finalen URL.
Ist AI Max ein neuer Google-Ads-Kampagnentyp?
Nein. Google beschreibt AI Max ausdrücklich als Optimierungsebene für bestehende Suchkampagnen und nicht als eigenständigen Kampagnentyp.
Bringt AI Max wirklich 14 % mehr Conversions?
Google gibt an, dass Werbetreibende mit aktiviertem AI Max typischerweise 14 % mehr Conversions oder Conversion-Wert bei einem ähnlichen CPA beziehungsweise ROAS erzielen. Die Angabe basiert auf internen Google-Daten aus 2025 für Nicht-Retail-Werbetreibende und ist keine Garantie für einzelne Kampagnen.
Muss ich für AI Max alle Keywords auf Broad Match umstellen?
Nein. Der Suchanfragen-Abgleich von AI Max kann bestehende Keywords mithilfe von Broad Match sowie asset‑, landingpagebasierten und keywordlosen Technologien erweitern. Eine pauschale manuelle Umstellung aller Keywords ist nicht Voraussetzung.
Was bedeutet Textanpassung bei AI Max?
Mit der Textanpassung kann Google AI zusätzliche Anzeigentitel und Beschreibungen auf Basis der Domain, Landingpages, bestehenden Anzeigen, Keywords und Assets erzeugen und mit vorhandenen Responsive-Search-Ad-Assets kombinieren.
Was macht die Erweiterung der finalen URL?
Die Erweiterung der finalen URL erlaubt Google, Nutzer statt zur ursprünglich hinterlegten URL zu einer anderen relevanten Landingpage derselben Domain zu führen, wenn diese voraussichtlich besser zur Suchintention passt.
Kann die Erweiterung der finalen URL ohne Textanpassung verwendet werden?
Nein. Google verlangt für die Erweiterung der finalen URL eine aktivierte Textanpassung, damit der Anzeigentext zur automatisch ausgewählten Landingpage passen kann.
Kann ich bestimmte Landingpages von AI Max ausschließen?
Ja. Mit URL-Ausschlüssen können bestimmte Seiten von der automatischen Auswahl als Landingpage ausgeschlossen werden. Zusätzlich stehen URL-Einschlüsse zur gezielteren Steuerung zur Verfügung.
Wie kann ich die Leistung von AI Max kontrollieren?
Google stellt unter anderem Berichte zu Suchbegriffen, Keywords, Assets und Landingpages bereit. Damit lässt sich nachvollziehen, welche zusätzlichen Suchanfragen, Anzeigentitel und Landingpages durch AI Max verwendet wurden und wie sie performen.
Sollte man AI Max sofort in allen Suchkampagnen aktivieren?
Eine pauschale Aktivierung ist nicht zwingend sinnvoll. Unternehmen sollten zunächst Conversion Tracking, Landingpages und Kontrollregeln prüfen und AI Max nach Möglichkeit experimentell gegen die bisherige Kampagnenkonfiguration testen.
Quellen und weiterführende Informationen
- Google Ads-Hilfe: AI Max für Suchkampagnen
- Google Ads-Hilfe: AI Max für Suchkampagnen einrichten
- Google Ads-Hilfe: Funktionsweise von AI Max für Suchkampagnen
- Google Ads-Hilfe: Textanpassung in Suchkampagnen
- Google Ads-Hilfe: Erweiterung der finalen URL in Suchkampagnen
- Google Ads-Hilfe: Berichte in AI Max für Suchkampagnen
- Google Ads-Hilfe: AI-Max-Experimente
- Google Ads-Hilfe: Geografische Ausrichtung und Locations of interest
- Google: Introducing AI Max for Search campaigns
Stand: 22. September 2026. Google entwickelt AI Max und die zugehörigen Funktionen kontinuierlich weiter. Bezeichnungen, Standardeinstellungen, Reporting und verfügbare Steuerungsmöglichkeiten können sich ändern. Die genannten Performance-Steigerungen sind von Google veröffentlichte Benchmarks und keine Garantie für die Performance einzelner Kampagnen.






